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Variante 1
Zeit verkaufen (..."Time For Money"...)
Darunter verstehen sich alle Tätigkeiten, die darauf abzielen, IHRE ZEIT für die Erträge Dritter zu nutzen. Das sind alle denkbaren Angebote und Plattformen, die es auf Ihre Dienstleistung - also Ihre Arbeitszeit - abgesehen haben und Sie dafür, meist geringfügig, entlohnen.
Plattform für Paidmailer, Umfragen, Bewertungsportale, Produkttests, Email-Versand, Werbung bearbeiten, alle möglichen MLM-Systeme, Texte verfassen, Jobbörsen etc. finden sich im Internet wie Sand am Meer. Die Palette reicht dabei von vermeintlich simplen „Systemen", wie z.B. Emails "lesen" bis hin zur Vermietung des eigenen PC-Speicherplatzes. Womit man seine stets begrenzte Zeit vergeudet, ist im Grunde Geschmackssache und relativ egal. Der Punkt ist: die Bezahlung steht in keinem Verhältnis zum Zeitaufwand und die Tatsache, dass ANDERE am Hebel sitzen, die dies bestimmen, macht die Sache letztlich uninteressant.
Nicht falsch verstehen: manche dieser Angebote mögen durchaus seriös sein, mitsamt zuverlässigen Auszahlungen. Aber es geht darum, die Grundprinzipien zu verstehen und nach Wegen zu suchen, um den stets nötigen Zeitaufwand einer Monetarisierung am effizientesten zu nutzen.
Was ist der Vorteil Verdienstmöglichkeiten der genannten Art? Sie können sofort starten. Der Nachteil: Unverhältnismäßig hoher Zeitaufwand für Bearbeitung oder Generierung von „Referrer", dabei mäßiger bis geringer Verdienst.
Beispiele: www.peer.gomez.com (PC-Vermietung) www.tixuma.de (Suchmaschine) www.flatwin.com (Telefonieren) www.info-cash.eu (Werbung lesen) www.buxiz.com (Multiv-Level-System)
Um zu verstehen, warum es so unattraktiv ist, seine eigene Zeit zu verkaufen, braucht man nur den Zeitaufwand und den damit verbundenen Ertrag ins richtige Verhältnis zu setzen. Zum Beispiel: Umfragen.
Wieviel kann verdient werden? Die Bandbreite reicht von weniger als 0,10 € bis hin zu für 6 € oder mehr pro beantworteter Umfrage. Die Bezahlung steht aber immer im Verhältnis zur Zeit, die für das Ausfüllen des Fragebogens aufgewendet werden muss. So ist klar, dass die „schnelle Nummer" natürlich auch weniger einbringt und die lukrativen hohen Bezahlungen oft 20 bis 30 Minuten in Anspruch nehmen. Nun kann man sich dies aber auch nicht einfach in einen Stundenlohn umrechnen, denn der Haken dabei ist der: die hochpreisigen Umfragen gibt es erstens relativ selten und zweitens kann es sein, dass Sie aufgrund ihres Datenprofils diese Umfragen anfangs gar nicht erhalten. Sie müssen sich nämlich erst einmal „hochdienen". Wer nämlich glaubt, die Umfragen im Akkord abzuarbeiten und „einfach nur irgendwelche Antworten" abgibt, fällt schnell durch ein Plausibitätsraster. Teure Umfragen sind somit die Belohnung dafür, massenhaft billige Umfragen beantwortet zu haben, in der Hoffnung, später in die „Champions League" der Umfragen aufzusteigen. Rechnen Sie sich die Verdienste nicht schön. Auch wenn ein Stundenlohn von mehreren Umfragen zusammen vielleicht 10 € ergeben könnte und sich dadurch bei einer 25-Stunden-Woche rein rechnersich ein monatlicher Verdienst von sage und schreibe 1.000 € ergibt, werden Sie solche Einkünfte in aller Regel nicht erreichen.
Denn erstens müssten Sie dann bei so gut wie allen Agenturen angemeldet sein, um überhaupt die Anzahl der Umfragen zu bekommen, und zweitens würden Sie dann in Ihren verbleibenden acht Stunden Freizeit nur noch irgendwelche Fragebögen beantworten. Rechnen Sie selbst, wieviel Zeit Sie aufbringen wollen, um sich einen Nebenverdienst zu erklicken, der Ihren Vorstellungen nahe kommt. Realistischerweise sollten Sie besser davon ausgehen, dass ein Verdienst von mehr als 100 € pro Monat schon zu den Fulltime-Jobs gehört. Sie tun besser daran, nicht davon auszugehen, mit Umfragen ein festes Einkommen erzielen zu können. Denn es gibt weitere Haken: nicht alle Agenturen überweisen auch tatsächlich Geld aufs Konto (ab einem Mindestbetrag, meist ab 10 oder 20 Euro). Oft gibt es auch lediglich Punkte zu sammeln, die dann in Warengutscheine oder Warenprämien umgetauscht werden können. Oft gibt es auch nur Gratisgeschenke. Wägen Sie selbst ab, ob Sie die Zeit für all diese Umfragen aufbringen können oder wollen. Selbst wenn Sie über ganze Adress-Pakete von hunderten von Firmen verfügen, die für Umfragen, Interviews, Produkttests etc. bezahlen, werden Sie an der Realität nicht vorbeikommen: die gut bezahlten Umfragen sind selten und unregelmäßig, während die große Masse der niedrigpreisigen Umfragen keinen nennenswerten Stundenlohn generieren. Zudem ist auch noch zu klären, ob Sie es schaffen, sich strikt der in diesem Umfeld unvermeidlichen Werbung zu entziehen. Der Ablenkungsfaktor könnte nicht unerheblich sein. Wenn Sie es dennoch nicht lassen können, besorgen Sie sich auf jeden Fall eine separate Email-Adresse. Die gibt es Gratis zum Beispiel bei www.web.de, www.gmx.de oder auch www.yahoo.de Hier können Sie sich für Umfragen registrieren lassen: www.consumer-opinion.comSeriöser Anbieter, allerdings erhalten Sie hier relativ selten ein Umfrage-Angebot. Wundern Sie sich nicht, wenn Sie nach der Registrierung erst einmal lange gar nichts hören. Manchmal vergeht ein halbes Jahr für eine Anfrage. Die Umfragen sind in der Regel relativ umfangreich, dafür werden sie mit 5 bis 20 € vergütet. www.meinungsstudie.deDie Zahlungen reichen von 0,75 € bis etwa 7,00 € pro Umfrage. www.globaltestmarket.deVergütungen in Bargeld. www.refero.deIn diversen Foren wird von relativ umfangreichen „Eingangsbefragungen" berichtet, die vor der ersten Umfrage abgefragt wird. Bezahlt in Bargeld. www.opinion-people.com Vergütungen in Geld und Gewinnspielen. Bei der Anmeldung wird mit 2,50 € Prämie gelockt. www.meinungspool.de Vergütung sofort nach der Beantwortung. Verdienst zwischen 0,10 - 4 € pro Umfrage. Betrag je nach Länge der Umfrage. www.ciao.deEigentlich ein Portal für Erfahrungsberichte, aber auch Umfragen sind möglich. Themenauswahl selbst wählbar. Verdienst: zwischen 0,25 € und ca. 4,00 €. Bis zu 5 Umfragen pro Woche.
Der MEHRWERT einer Ware oder Dienstleistung ist die Voraussetzung dafür, dass überhaupt Geld den Besitzer wechselt. Und je HÖHER der Mehrwert für den Erwerber, umso höhere Preise werden bezahlt. Man muss kein Rechenkünstler sein, um herauszufinden, dass das Prinzip, seine Zeit für die Dienste anderer zu verkaufen, nicht dazu führen wird, den großen Reibach zu machen: es gibt zu viele, die bereit sind, ihre Zeit für kleines Geld anzubieten. Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis - aber nur die KNAPPHEIT eines Angebots führt dazu, dass HÖHERE Preise gezahlt werden. Wer die Zeit der anderen zu nutzen vermag, schöpft aus einem nahezu unendlichen Angebot, obgleich die subjektive Zeit für den Einzelnen definitiv begrenzt ist.
Zeit also, sich nach BESSEREN Möglichkeiten umzusehen, womit wir bei Variante 2 angekommen wären.

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